Christmas in the US

Weihnachten in den USA ist irgendwie ganz anders und doch dasselbe.

Mein Gastvater liebt Weihnachten genauso wie ich und deshalb hat die Weihnachtszeit bei uns quasi schon am Tag nach Halloween begonnen. Natürlich war zwischendurch noch Thanksgiving, aber das haben wir dann halt mit weihnachtlich dekoriertem Haus gefeiert 😉

Ich habe die Weihnachtszeit wirklich sehr genossen! Wir haben das Haus von innen geschmückt, es zu einem Familienprojekt gemacht draussen alle möglichen Dekorationen aufzustellen und Plätzchen gebacken. Riesige Abteilungen mit Weihnachtsartikeln in den Geschäften, Weihnachtsmusik, die im Radio auf und ab gespielt wird und Fernsehsender, die nur Weihnachtsfilme zeigen, haben mich total in Weihnachtsstimmung gebracht. Der Geschenkestress war allerdings auch da. Ich war immer auf jemanden mit Auto angewiesen, der mich irgendwo hin fährt, um Geschenke zu kaufen, was die Situation nicht gerade vereinfacht hat… aber ich habe es geschafft und alle haben sich sehr gefreut. Leider ist das Paket, dass meine Eltern aus Berlin geschickt haben, bis heute nicht angekommen.

Als Weihnachten näher kam ging es mit den verschiedenen Weihnachtsfeiern los. Die Eltern auf der einen Seite und die Eltern auf der anderen Seite, Tanten hier und ein Teil der Familie da… aber ich hatte wirklich viel Spaß! An Christmas Day war dann der Weihnachtsbaum mit lächerlich vielen Geschenken beladen und es war so schön meinen kleinen Geschwistern zuzusehen wie sie begeistert die Päkchen von SANTA öffnen. Ich war auch überglücklich mit allem, was ich bekommen habe. Wir hatten dann nochmal ein großes Familiendinner und haben den Rest des Tages mit der Familie verbracht.

Ein großer Unterschied war allerdings, dass sobald der Tag vorbei war, in meiner Familie die ganze Dekoration sofort wieder weggeräumt wirg. Ungewohnt aber okay. Ich hatte eine wirklich tolle Weihnachtszeit!

Noch ein Satz zum Heimweh. Uns wurde immer gesagt, dass die Weihnachtszeit eine Zeit ist wo es normal ist mehr Heimweh zu haben. Und es stimmt, ich habe Berlin mehr vermisst als sonst, aber das lag denke ich nicht an Weihnachten. Davon habe ich jede Sekunde genossen. Ich war einfach an eimem Punkt angelangt, an dem ich die Einfahheit von zuhause vermisset habe. Hier tauchen immer wieder kleine oder größere Probleme und Unzufriedenheiten auf, die mitunter nicht gelöst werden können. Nichts womit man nicht klarkommt, aber ich habe gemerkt, dass ich ein bisschen die Zeit vermisse, wo meine größte Sorge war, was für eine Note ich in meiner nächsten Mathearbeit schreibe.

Ach by the way mitten in diesem ganzen Weihnachts Hin und Her haben wir auch noch finals geschrieben. Nichts was man nicht übersteht. Die waren echt alle machbar!

 

New York City

New York!!! New York war eigentlich genauso, wie ich es mir vorgestellt habe: Riesig, laut, atemberaubend. Ich habe mich sofort in die Stadt verliebt!

Die Flüge nach New York waren okay, alles ist gut gelaufen und ich konnte die ganzen Leute aus meiner Gruppe kennenlernen. Trotzdem ist so ein 8-Stunden-Flug echt anstrengend. Am Flughafen in Newark mussten wir dann auch nochmal ewig warten, aber allein aus dem Fenster zu gucken und die weitentfernte Skyline von New York zu sehen hat solche Glücksgefühle bei mir ausgelöst!

Am nächsten Tag sind wir gleich morgens nach New York gefahren. Der ganze Bus war so aufgeregt, als die ersten Wolkenkratzer aufgetaucht sind. Es wurden New York-Songs gespielt und ich habe mich gefühlt wie im Film – Danke dafür Ayusa! Wir haben an dem ersten Tag so unglaublich viel gesehen: Den Central Park, Grand Central Terminal (Einer meiner Favoriten), Chinatown und natürlich das Rockafeller Center, um nur ein der paar Sachen aufzuzählen. On Top of the Rock bei Sonnenuntergang ist einfach unglaublich! Keine Kamera kann jemals dieses Gefühl einfangen, das man da oben hat.

Auch Tag zwei war schön, wenn auch nicht so voll beladen. Das 9/11 Memorial und Coney Island. Generell die Stimmung in ganz New York ist ewtas besonderes.

Der Tag, an dem wir alle weitergefolgen sind, war einfach nur chaotisch. Wir waren schon sehr früh am Flughafen, aber einige Flüge hatten Verspätung, andere sind ganz ausgefallen. Ich hatte wirklich Glück, bei mir lief alles glatt.

Ich hatte zwei wirklich schöne Tage in New York City. Ich habe mich sofort wohlgefühlt in der Stadt und deshalb sind zwei Tage auch zu wenig. Habe mir vorgenommen zu jeder Jahreszeit einmal dort zu sein!

Noch eine Woche

Hey ihr Lieben,

Ich habe lange nichts geschrieben und viel ist passiert – Sowohl Gutes als auch Schlechtes.

Erst einmal war ich am 10 -11.6 auf dem Vorbereitungstreffen. Ehrlich gesagt war das ziemlich anstrengend und ich habe nicht wirklich etwas Neues erfahren, aber im Endeffekt hat es sich trotzdem sehr gelohnt, weil man viele, tolle Leute kennenlernt und ich jetzt schon mit einem sichereren Gefühl fliegen kann. Wir haben zwei Workshops zur Kultur und zur Gastfamilie/ Schule gemacht, ein Spiel gespielt und Rollenspiele erarbeitet. Am zweiten Tag, dem Sonntag, haben wir dann zusammen mit unseren Eltern einem langen und informationsgeladenen Vortrag zugehört.

Dann war ich mit meiner Klasse in Spanien. Eine wirklich schöne Abschiedsfahrt, auf der mir allerdings klar geworden ist, wie schwer es mir fallen wird, mich von allen zu verabschieden…

Als nächstes stand der Besuch in der Botschaft an. Vorher hatte ich zusammen mit meinen Eltern die Formulare ausgefüllt – ziemlich anstrengend und einem werden so einige doofe Fragen gestellt. Am 7.7 war es dann soweit. Ich hatte mit ausschließlich englisch sprechenden Menschen, ewiger Warterei und einem ausführlichen Interview gerechnet. Falsch gedacht: Alle haben deutsch gesprochen, Fingerabdrücke wurden genommen und ich wurde zusammen mit ein paar anderen Austauschschülern an einen Schalter gerufen, an dem wir dann gefragt wurden, wo wir denn hinfliegen. Ich musste meine Papiere abgeben und sie haben meinen Reisepass dort behalten. Insgesammt war ich etwa eine halbe bis dreiviertel Stunde dort. Dann konnte ich wieder gehen. Ein paar Tage später kam dann mein Reisepass mit dem eingeklebten Visum mit der Post bei mir zu Hause an. Nichts kann mich mehr stoppen… dachte ich…

Ich war wirklich happy mit allem drum und dran. Aber dann, genau drei Wochen vor dem Abflug, es war mein letzter Schultag und ich hatte mich gerade von ganz vielen meiner Freunde verabscheidet, erreicht mich die Nachricht von meiner italienischen Gastschwester, dass meine Gastfamilie uns doch nicht aufnehmen kann. Zuerst habe ich nichts realisiert. Ich habe sofort zum Hörer gegriffen und bei Ayusa angerufen. Da wusste niemand etwas. Mir wurde gesagt ich soll mir erst mal keine Sorgen machen. Leichter gesagt, als getan. Meine Gastschwester hatte die Information von ihrer Organisation, deshalb war mir klar, dass es stimmt. Für mich ist eine Welt zusammengebrochen. Alles war so perfekt. Ich hatte mich so unglaublich wohl gefühlt. Wir hatten schon so viele Pläne, ich liebe meine Schule in Maryland, weil sie eichfach so anders ist als meine hier. Ich verstehe mich perfekt mit meiner Gastschwester, habe mich so auf die Hunde gefreut. Ein paar Stunden später hat Ayusa angerufen und nur bestätigt was ich schon wusste. Meine Gastfamilie kann mich wegen gesundheitlicher Probleme nicht aufnehmen. Mir wurde gesagt, dass versucht wird eine Gastfamilie weiterhin in Maryland an meiner Schule zu finden. Mir blieb nichts anderes übrig als zu warten. Einigermaßen schnell hatte ich mich mit der Situation abgefunden, habe angefangen das geute darin zu sehen. Wäre das Ganze erst in 5 Monaten passiert, wäre es noch viel, viel schlimmer gewesen. Meine Gastschwester und ich bleiben in Kontakt, versuchen alles, um uns irgendwann zu sehen. Ich bin dann mit meiner Familie in den Urlaub gefahren. Bis jetzt habe ich nichts mehr von meiner Gastfamilie gehört, aber das ist ok. Ich weiß nicht was bei denen gerade alles passiert und kann nur hoffen, dass es meiner Gastmama bald wieder besser geht. Zwei Tage vor meinem Abflug bin ich dann wieder nach Hause gekommen, ohne Gastfamilie. Es hieß ich kann die Familie soger noch Dienstag bekommen, um dann Mittwoch zu fliegen. Ich habe aber nicht mehr damit gerechnet. Meine Gastschwester hat ihre neue Familie kurz vorher bekommen und ist tatsächlich am 10.8 geflugen.

Gestern habe ich dann endlich meine neue Gastfamilie bekommen! Ich werde in Georgia leben. Ich habe zwei keine Gastgeschwister, die 2 und 6 Jahre alt sind. Die Familie hat fünf kleine Hunde. Ich habe schon Kontakt aufgenommen und sie sind wirklich nett und sympatisch. Auch meine neue Schule ist toll, so typisch amerikanisch. Leider hat sie jetzt schon begonnen, aber das ist dann halt so. Und obwohl ich immer noch an Maryland denke, freue ich mich wirklich auf die Zeit dort.

Für mich geht es jetzt eine Woche später als geplant, an 17.08.2016 los.

Ein Jahr in den USA

Hey ihr Lieben,

ich möchte mich erst einmal vorstellen und euch ein paar allgemeine Informationen geben:

Ich bin Flora, bin 15 Jahre alt, komme aus Berlin und gehe momentan in die 10. Klasse. Anfang August werde ich in die USA fliegen und dort für 10 Monate bei einer amerikanischen Gastfamilie leben.

Ich werde in Maryland in einem kleinen Ort namens Upper Marlboro wohnen – Er hat etwa 800 Einwohner. Meine Gasteltern wohnen in einem ziemlich großen, hübschen Haus. Sie haben drei Hunde, zwei Meerscheinchen und einen Sittich – ich freue mich riesig auf die Tiere. Außerdem haben sie vor, sich bald ein paar Hühner anzuschaffen :). Die beiden haben keine Kinder, also werde ich keine Gastgeschwister haben. Dafür wird noch eine weitere Austauschschülerin bei uns wohnen. Ihr Name ist Viola und sie kommt aus Italien. Ich bin sehr glücklich mit dem Double Placement! Viola und ich haben bereits Kontakt und verstehen uns super. Wir haben total viel gemeinsam. Ich freue mich, all die Erfahrungen, die ich machen werde (ob gut oder schlecht), mit jemandem teilen zu können, dem es genauso geht wie mir.  Und außerdem kann ich so zusätzlich noch einen kleinen Einblick in die italienische Kultur bekommen. Was will man mehr? 🙂 Wir beide werden sowohl ein eigenes Schlafzimmer, als auch ein eigenes Badezimmer haben.

Meine Gastmutter ist Englischlehrerin und mein Gastvater arbeitet im IT-Bereich für die Regierung in Washington. Washington ist mit dem Auto nur 20 Minuten von uns entfernt.

Meine Gastmutter plant schon eifrig und möchte ganz viel mit uns unternehmen. Zum Beispiel hat sie vor, mit uns nach New Orleans zu fahren und möchte ein Broadway-Stück in New York ansehen. Es wäre unglaublich toll, wenn das wirklich klappt.

So, jetzt wisst ihr ein bisschen mehr über mich und meine Situation 🙂